Nach tödlichem Unfall: Mutmaßlicher Raser von Moers stellt sich

Blumen und Kerzen stehen an der Stelle, an der eine unbeteiligte Frau bei dem mutmaßlichen Autorennen verletzt und später gestorben ist. Bild: dpa

Der Mann soll sich am Ostermontag ein illegales Autorennen geliefert haben, bei dem eine unbeteiligte Frau ums Leben kam. Nachdem die Fahndung gegen ihn gerade angelaufen war, hat er sich am Dienstagnachmittag gestellt. Gegen ihn wird wegen Mordes ermittelt.

Nach dem mutmaßlichen illegalen Autorennen mit tödlichen Ausgang in Moers hat sich der per Haftbefehl gesuchte Kushtrim H. am Dienstagnachmittag in Begleitung seines Anwalts der Polizei in Duisburg gestellt. Der aus dem Kosovo stammende Mann steht im Verdacht, am Ostermontag als Fahrer eines mehr als 600 PS starken Mercedes mit hoher Geschwindigkeit in der Moerser Bismarckstraße zunächst hinter einem Range Rover unterwegs gewesen zu sein. Um den Geländewagen zu überholen, soll H. in der recht schmalen Straße auf die Gegenfahrbahn gewechselt und noch weiter beschleunigt haben.

Reiner Burger

Eine 43 Jahre alte Frau, die mit ihrem Citroen Saxo gerade regelkonform aus einer Seitenstraße auf die Bismarckstraße bog, hatte keine Chance: Die schwere Mercedes-Limousine traf ihren Kleinwagen mit voller Wucht, drei Tage nach dem Unfall starb die Frau. Statt sich um sein Opfer zu kümmern, entfernte sich der Verursacher humpelnd vom Unfallort, der mutmaßliche Renn-Kontrahent floh im Range Rover.

Dank zahlreicher, detaillierter Zeugenaussagen kamen die Ermittler den beiden jungen Männern rasch auf die Spur. Gegen den Fahrer des Range Rovers wird nach Paragraph 315d Strafgesetzbuch wegen Teilnahme an einem illegalen Autorennen ermittelt. Nach der 2017 geschaffenen Norm können Teilnehmer von tödlich endenden Rennen seither mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden.

In einer ersten Vernehmung am Montag wollte er sich noch nicht zum Tathergang äußern. Gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher Kushtrim H. ermittelt die zuständige Staatsanwaltschaft Kleve wegen Mordes. Die Staatsanwaltschaft Kleve orientiert sich damit an der neuesten Rechtsprechung zur Raser-Kriminalität. Ende März hatte das Landgericht Berlin zwei junge Männer wegen Mordes zu lebenslangen Gefängnisstrafen verurteilt, die sich 2016 auf dem Kurfürstendamm ein Autorennen geliefert und dabei einen unbeteiligten Mann totgefahren hatten.

Источник: Corruptioner.life

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