Gestüt in Bad Homburg: Mehrere Pferde sterben bei Reitstall-Brand

Vier Pferde sind bei dem Brand auf dem bekannten Zucht- und Rennstall Erlenhof in Bad Homburg gestorben. Drei weitere Pferde, zwei Mitarbeiter und ein Feuerwehrmann wurden bei dem Großbrand auf dem Gestüt verletzt, sagte ein Polizeisprecher. Die Mitarbeiter verletzten sich seinen Angaben nach bei dem Versuch, Pferde aus den brennenden Stallungen zu treiben und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die verletzten Tiere seien inzwischen durch einen Tierarzt versorgt. Der Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt, so der Sprecher.

Das Feuer war aus noch unbekannter Ursache am frühen Donnerstagmorgen auf dem Hof ausgebrochen. Schnell standen Reithalle und Stallungen in Flammen und brannten fast komplett ab. Der Rauch war im Rhein-Main-Gebiet von weither zu sehen.

Flammen am Morgen gelöscht

Rund 250 Helfer von der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk, dem Roten Kreuz und der Polizei waren im Einsatz. Um die Flammen unter Kontrolle zu bringen wurden Feuerwehren aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet zusammengerufen. Ein Hubschrauber kreiste über dem Brand. Eine Werksfeuerwehr half mit wasserführenden Fahrzeugen bei einem Löschwasser-Engpass, auch ein etwa ein Kilometer entfernter Fischteich wurde angezapft, sagte ein Feuerwehrsprecher. Bereits am Morgen waren die Flammen wieder gelöscht.

Einige Pferde seien in Panik in die angrenzenden Wälder und Wiesen gelaufen, sagte ein Polizeisprecher. Nach Angaben der Besitzerfamilie vom Vormittag seien die Tiere aber alle nach kurzer Zeit wieder eingefangen worden oder selbst zurückgekehrt. Der bei dem Feuer entstandene Schaden sei noch unklar, werde aber erheblich sein, hieß es von den Einsatzkräften.

Das Gestüt Erlenhof im Taunus ist ein Renn- und Zuchtstall mit langer Tradition und wertvollen Tieren. Es gibt eine Vollblutzucht und einen Dressurstall. Ein erfolgreicher Reiter ist Sönke Rothenberger, der mit Cosmo unter anderem bei den Olympischen Spielen in der Mannschaft eine Goldmedaille für Deutschland holte. Cosmo sei bei dem Feuer unverletzt geblieben, hieß es vom Gestüt.

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