Dritte Folge der Erolgsserie — Gab es die Widersacher aus „Charité“ wirklich?

Sie standen im Mittelpunkt der dritten Folge der ARD-Serie „Charité“ (4,77 Millionen Zuschauer): Psychiatrie-Leiter Max de Crinis und Widerständler Hans von Dohnanyi.

Das Besondere: Die beiden Charaktere gab es wirklich!

BILD erklärt die „Charité“-Figuren.

Hans von Dohnanyi wurde hingerichtet

Hans von Dohnanyi lebte von 1902 bis 1945. Er war ein deutscher Jurist und Widerstandskämpfer.

Wie in der Serie war von Dohnanyi krank, nutzte seine Krankheit zu seinem Vorteil. In „Charité“ erlitt er einen Schlaganfall. Worunter von Dohnanyi in der Realität litt, ist unklar.

Widerstandskämpfer Hans von Dohnanyi (1902 - 1945)
Widerstandskämpfer Hans von Dohnanyi (1902 — 1945)Foto: ullstein bild/Getty Images

Zu seinen Lebzeiten besuchte Hans von Dohnanyi gemeinsam mit Dietrich und Klaus Bonhoeffer das Grunewald-Gymnasium in Berlin. 1924 machte er sein erstes Staatsexamen, heiratete 1925 Christine Bonhoeffer, die Schwester seiner Schulfreunde.

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Sie bekamen drei Kinder: Bärbel, Klaus und Christoph. Klaus war von 1981 bis 1988 Hamburgs Erster Bürgermeister, Christoph (89) ist ein erfolgreicher Dirigent. Sein Sohn: Der Schauspieler Justus von Dohnànyi (58).

Dohnanyi ermöglichte 1942 insgesamt 13 Juden die Flucht. Im März 1943 beteiligte er sich an einem Attentat und Putschversuch gegen Hitler. Am 5. April 1943 wurde Dohnanyi festgenommen.

Max von Pufendorf spielt in der Serie Hans von Dohnanyi
Max von Pufendorf spielt in der Serie Hans von DohnanyiFoto: dpa/picture alliance

In einem Brief aus dem Militärgefängnis schrieb er an seine Frau Christine: „Ich benutze meine Krankheit als Kampfmittel … nachts bringe ich mir heimlich das Gehen bei …“ Sein Sohn Klaus von Dohnanyi (90) veröffentlichte die Briefe, die sein Vater zwischen 1943 und 1945 aus der Haft heraus schrieb.

Hans von Dohnanyi wurde als Widerstandskämpfer kurz vor Kriegsende hingerichtet.

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Psychiatrie-Leiter Max de Crinis war NS-Massenmörder

Hans von Dohnanyis Gegenspieler in der ARD-Serie: der aus Österreich stammende Psychiatrie-Leiter Max de Crinis. Er möchte von Dohnanyi so schnell wie möglich aus der Charité entlassen und wieder verhaften lassen.

Max de Crinis war seit 1931 Mitglied der NSDAP und SS-Standartenführer. Die Psychiatrie der Charité leitete er ab November 1938.

Max de Crinis (1889–1945). Ab 1938 war er Leiter der Charité
Max de Crinis (1889–1945). Ab 1938 war er Leiter der CharitéFoto: Privat

Obwohl de Crinis immer charmant wirkte, war er an der Vorbereitung und Durchführung der NS-Krankenmorde beteiligt, gehörte der „Aktion T4“ an.

Zwischen 1940 und 1945 wurden in Deutschland mehr als 70 000 Menschen mit Behinderungen getötet. Von der Idee der „Rassenhygiene“ war er zutiefst überzeugt.

Lukas Miko spielt den Psychiatrie-Leiter
Lukas Miko spielt den Psychiatrie-LeiterFoto: Annette Riedl / picture-alliance

De Crinis’ Ehefrau war eine Schauspielerin. Gemeinsam begingen sie am 2. Mai 1945 Selbstmord mit Zyankalikapseln.

Die vierte „Charité“-Folge strahlt die ARD am 5. März aus.

Источник: Bild.de

Источник: Corruptioner.life

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